Die Kuckucksklippe bei Westerhausen - ein Kalenderstein ?

 

 

War die Kuckucksklippe hier bei Westerhausen ebenfalls ein Kalenderstein?

Diese Möglichkeit wollte ich nun prüfen.

Da dieser Felsenkopf ähnlich geografisch in der Ost-West - Linie zum Brocken hin liegt, wäre es möglich.

Das wollte ich als nächstes testen. Ich bestieg den steilen Sandberg und kletterte auf die oberste Felsenplatte. Sie ist etwa 3 m in Nord-Südrichtung und 4 m in Ost-Westrichtung groß und leicht bucklig. Man hat sehr gute Sicht zum Brocken, zum Königstein und Hoppelberg. Die verbleibenden Achsen sind durch Baumbewuchs heute nicht mehr einsehbar. Ich suchte nun als nächstes nach kleinen Mulden oder ähnlichen Objekten und markierte diese. Es waren verschwindend wenige. Beim weiteren Suchen bemerkte ich aber an der harten Felsenkante Einkerbungen, die mir nicht natürliche schienen. Nun zog ich von diesen Kerben eine Schnur mit einem kleinen Gewicht bis zu einer weiteren Kerbe. Die Zahl der Kerben war ebenfalls sehr überschaubar. Der Sandstein ist hier so verquarzt, dass er fast glashart ist. Jetzt aber waren nun doch eindeutige Strukturen erkennbar. Ich Kennzeichnete mir nun alle Markierungen und legte verschieden Schnüre aus. Die wichtigen Winkeldaten hatte ich noch als Gradzahlen notiert und kannte auch hier die Sonnenlaufpunkte am Horizont. Nach Zeit erkannte ich auch hier die entscheidenden Linien zu den wichtigen Punkten und konnte die Fotos dazu nehmen. Hier oben auf dem nicht ganz leicht erklimmbaren Fels waren jetzt vor mir die Richtungen des Sonnunterganges zur Tag- und Nachtgleiche, der Sonnenaufgang und auch der Sonnenuntergang  zur Sommersonnenwende. Damit waren im Umkehrschluss nun auch die Richtungen zur Wintersonnenwende gegeben. Hier musste man dafür allerdings auf eine Felsen zu steigen, um diese Linien zu erkennen. Dieses Ergebnis hat mich ebenfalls überrascht und auch überzeugt.

Eine der Kerben konnte ich bisher noch nicht zuordnen, hier fehlt mir noch etwas Fachwissen dazu.

Es war so nun schon der zweite "Kalenderstein" hier vor Ort, aber sicherlich aus einer anderen Zeitepoche.

Die Machart war etwas anders, möglicherweise etwas moderner. Auch sie war für jeden sichtbar und lesbar, der etwas davon verstand. Übrigens wurde genau westlich vor diesem Berg eine große Siedlungsfläche und ein großes Urnenfeld gefunden.