Das "Hurhaus" am Regenstein

 

Als "Hurhaus" wird an der Burgruine Regenstein dieser massive Felsenquader bezeichnet. Er bildete einst das Fundament eines separaten Gebäudes außerhalb der Burg. Nur durch einen dicken Mauersteg ist er mit dem restlichen Felsen verbunden und fällt an allen Seiten steil ab. In seinem Sockelbereich ist eine Öffnung von Osten aus zu erkennen.

 

 

Im Frühjahr dieses Jahres wurde mir dort der Zutritt ermöglicht. Der Weg führt heute im Burggelände steil den Hang hinab und nur durch eine Hecke. Der Raum im Felsen innen ist etwa 3 x 4 m groß und 2 m hoch. Der Fußboden ist dick mit Flugsand bedeckt. Genau nach Westen führt ein Zugang nach Außen durch eine Felsspalte, etwa 2 m hoch und 60 cm breit. Er ist mit Brettern verschlossen. Es ist übrigens die einzige Öffnung im massiven Fensterbereich die genau in diese Richtung, nach Westen, weist. Innen im Bodenbereich steht eine Holzbank. Seitlich, nach Süden hin ist dort eine größere Nische geschlagen mit etwa 2 m Länge und Breite. Zur Burgseite, nach Norden hin führt eine "Fensteröffnung" steil nach oben, möglicherweise ein Weg für eine Rutsche oder eine Rohr zur Versorgung. Die Wände sind mit unzähligen Schlag- und Hackspuren von Metallwerkzeugen bedeckt. Unter der Sandschüttung auf dem Fußboden findet man tief in den Sandstein geritzte Kegelfiguren, so wie sie noch heute in Kegelbahnen zu sehen sind. Daraus entnehme ich, dass diese Ritzungen erst aus dem Mittelalter stammen.

Der Weg nach außen durch den Spalt führt über sehr verschlissenen Steinstufen im Felsen steil durch den heutigen Wald nach unten. Bisher ist hier noch nichts erforscht und nichts überliefertes gefunden worden. Hier folgen dazu die Fotos: